Sonntag, 27. Januar 2013

Wunderpilze auf der Fensterbank

Wie schön, wenn eine kleine Pilzkolonie das Fensterbrett bevölkert oder oben auf einem Kleiderschrank wächst - ganz ohne eindringendes Myzel und wenn man nur lange genug wartet, wird sich der eine oder andere Zwerg einfinden und häuslich niederlassen. Man muss nur ein wenig Geduld haben.

Für dieses Projekt benötigt man: 
Zeitungspapier, Pappe, Butterbrotpapier, Filz, Perlen, Draht, Glitzer, Kleber oder Kleister, Acrylfarben, Lack.
Als Inspiration empfehle ich das unvergessliche Bilderbuch "Hänschen im Blaubeerenwald" von Elsa Beskow.

So funktioniert es:
Aus Draht einen großen Fliegenpilzkorpus formen, mit Zeitungspapier bekleben und zum Schluss mit Butterbrotpapier ummanteln. So kommt anschließend die aufgetragene Farbe besonders gut zur Geltung. Die kleinen Pilze können ohne Draht aus Zeitungspapier geformt werden. Auf die Pilzkappen je nach Belieben Perlen kleben, die später bemalt werden. Unterschiedlich große Pappekreise ausschneiden und jeden Kreis mit einem anderen Grünton bemalen. Wenn die Farbe getrocknet ist, die Pappekreise auf einander kleben und die Pilze am besten mit Heißkleber befestigen. Dann auch die Pilze bemalen. Auf den grünen Untergrund Filz kleben und mit Farbe korrigierend nachmalen. Eventuell gelbe Punkte auf das Grün pinseln (gelb blühender Klee). Je nach Belieben mit Glitzer bestreuen. Anschließend alles mit Lack bestreichen und fertig. Wunderbar!


Freitag, 25. Januar 2013

Herzensbrecher Joe

Es soll ja immer wieder vorkommen, dass man den einen oder anderen Geburtstag vergisst. Wenn einem dann siedendheiß einfällt, dass man diesen Hoch-Feiertag dieser Person xy vergessen hat, ist es meist schon zu spät und alle Geschäfte haben bereits geschlossen. Mit Herzensbrecher Joe, ein gern gesehener Gast auf jeder Party, naht Abhilfe. Mit seinem kessen Hütchen und dem großen Blumenstrauß erweicht er jedes Herz.
Das Hündchen (es handelt sich nicht um einen Bär, Elch oder dergleichen) ist aus mehreren Filzstücken zusammengenäht, nämlich: Korpus mit Beinen, Arme, Hals, Schnauze, Ohren und Gesicht. Für die Schnauze habe ich einfach ein Stück Filz ausgeschnitten, in der Mitte ein Viertel dieses Stückes eingeschnitten, zusammengenäht und umgedreht. Die Arme sind mit Draht verstärkt (ich verwende immer billigen Blumendraht). Der Blumenstrauß besteht aus Zeitungspapier, den ich mit Kleber so hingebogen habe, dass er die Form eines Blumenstraußes bekam. Die einzelnen Rosenblüten sind aus Filzstreifen schräg aufgewickelt (zu dieser Technik wird es noch ein weiteres Projekt geben). Mit grünen Filz dazwischen habe ich die Rosenblüten auf das Zeitungspapier geklebt, mit weiteren Filz und etwas Faden umwickelt und das war es dann auch. 
Herzensbrecher Joe hat die Herzen aller im Sturm erobert!

Dino Großpunkt

Der kleine Dino Großpunkt strolcht fröhlich durch die Welt. Er ist leicht zu nähen und innerhalb von einer Stunde fertig.

Für dieses Projekt benötigt man:
Bastelfilz (Wollfilz ist meist für kleine Objekte zu fest und hinderlich beim Wenden): weiß, schwarz, violett, pink, Bastelwatte und Kleber, Nadel, Faden.

So funktioniert es:
Wie oben angegeben Filz ausschneiden. Als erstes die pinken Zacken aneinander nähen und dann wenden, dass die Nähte nach Innen zeigen. Dann die beiden Seiten des Dinos zusammennähen, dabei (wie unter 2.) die Zacken am Rücken zwischen die beiden Seiten legen, dass diese nach innen zeigen. Wenn man alles umdreht, hat der Dino die Zacken am Rücken sitzen und man sieht keine Nähte. Anschließend auch die Unterseite annähen, aber auf einer Schwanzseite ein Loch lassen, damit man die Dino-Puppe auch wenden kann. Den Dinosaurier wenden, dass man die nach Innen zeigenden Nähte nicht mehr sieht und mit Watte stopfen. Anschließend auch das Loch zunähen. Dann die Punkte auf den Dino-Körper sticken, die Augen aufkleben und voila - fertig!

Donnerstag, 24. Januar 2013

Tägliche Ration Glück





Oh, wie erdrückend sind doch manche Tage. Alles geht schief, die durchzuarbeitenden Bücher werden nicht dünner, draußen ist Schmuddelwetter. Für solche Tage habe ich auf meiner Fensterbank meine Daily Bar of Happiness - die tägliche Ration Glück stehen. Außerdem wurde so etwas Verpackungskarton verwurstet.

Für dieses Projekt benötigt man:
Papier (200 gr), Karton, Fineliner in Pink und Türkis, Butterbrotpapier, Kleber oder Kleister, Acrylfarben, Lack und eventuell einen Bilderhaken.

So funktioniert es:
Mehrere Karton-Rechtecke (20 x 12 cm) auf einander kleben, dass man mindestens eine Dicke von 1,5 cm hat. Dann, wie bei einer Tafel Schokolade, Rechtecke aufkleben (2,5 x 1,5 cm). Alles mit dem weißen Butterbrotpapier beziehen und trocknen lassen. Anschließend mit roter Acrylfarbe bemalen und weiße Herzen-Reihen pinseln. Während die Angelegenheit trocknet, das singende und springende Meerschweinchen, Hamster oder Wiesel (es muss ein kleines, keckes Tier sein bei dessen Anblick man einfach schmunzeln muss) und das Banner zeichnen. Alles ausschneiden. Bevor man diese aufklebt, alles mit Lack bestreichen. Kleine Kartonstücke ausschneiden und unter Merrschweinchen/Banner kleben, damit diese erhöht sind und fertig!

Tipp: Unregelmäßigkeit und Schrägheit ist eine Kunst für sich!

Wachsblumen - ein Blumenhütchen

Wie schön doch Blumen sind, nur leider sterben sie viel zu rasch, wenn sie ihrem Heimatboden entrissen worden sind. Diese immerwährenden Blüten sind aus Papier, bemalt mit glänzenden Pastellkreiden und durch ihre Wachsschicht trotzen sie selbst hartnäckigsten Regengüssen.

Für dieses Projekt benötigt man:
Papier, Pappe, Zeitungspapier, Seidenpapier, Pastellkreiden, Draht, Kleber, Schere, Haarklammer oder Spange, Kerzenreste und eine alte Dose.
Außerdem etwas Zeit und Geduld und Erinnerung an eine duftende Sommerwiese.
Ich habe mich für Löwenzahn, Klatschmohn, Ackerwinden, Vergissmeinnicht und Margeriten entschieden.





So funktioniert es:
Man nehme das Papier und bemale es, zB mehrere Gelb- und Orangetöne für den Löwenzahn. Dann schneidet man je nach Modell die entsprechenden Blüten aus, zB beim Löwenzahn nimmt man mehrere am Rand eingeschnittene Kreise, klebt sie auf einander (je ein Klebtropfen in der Mitte jedes Kreises) und knickt die eingeschnittenen Ränder hoch. Mit etwas Geduld die Blüten formen. In einer alten Dose das Wachs erwärmen. 

Ich hatte das in einem Wasserbad gemacht, war dann aber weggegangen, die Dose war im Topf umgefallen und nun hatte ich Wasser mit flüssigen Wachs. Dummerweise habe ich - wütend, dass meine Idee so schief gegangen war - alles in den Abfluss gegossen. Das Wachs wurde sofort hart und kein Wasser wollte mehr durch den zugestopften Abfluss fließen - grrr! Also aufpassen, dass man seinen Abfluss nicht ruiniert!! Und Obacht, dass man sich nicht die Finger an dem heißen Wachs versenkt!

Vorsichtig einen Draht durch den Boden einer Blüte bohren und dann die Blüte ins Wachs halten. Herausholen und kurz warten, bis das Wachs getrocknet ist. Wenn alle Blüten mit Wachs überzogen sind, einen kleinen "Grashügel" mit einem Karton-Kreis als Untergrund, Zeitungspapier und dem Seidenpapier formen. Darauf werden die Blüten festgeklebt. Am besten mit Heißkleber die Haarklammer an der Rückseite befestigen und schon hat man ein attraktives Blumenhütchen.

Übrigens: Mit den Wachsblumen kann man auch tolle Broschen anfertigen.

Viel Erfolg!

Tanzende Meerschweinchen


Mein erster Blogeintrag. Hoffentlich werde ich immer wieder mit neuen Ideen überraschen können. Meine von mir geschaffenen Kreaturen werden Geschichten erzählen. Vielleicht wird der eine oder andere inspiriert und selbst zu Nadel und Faden oder Pinsel greifen.

Hier noch ein unterhaltsames Geschichtchen.

Schon als kleines Kind hatte mich die Liebe zum Papier fest im Griff. Die Papiermülltonnen in unserem Hof übten eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Auf der Suche nach neuem Bastelmaterial schlich ich mich um diese herum, konnte aber nicht hinein klettern, da ich zu klein war. So nahm ich eine meiner jüngeren Schwestern mit, als wir wieder einmal den Müll hinunter bringen mussten. Unter dem Vorwand, dass große Schätze auf uns warteten, hievte ich sie per Räuberleiter in die Papiertonnen und was fanden wir für großartige Dinge: Zigarrenschachteln, Bibeln mit bunten Bildern (wir mussten sie leider wieder zurückbringen, als unsere Mutter diese entdeckte, denn es waren die Glaubensbücher einer Sekte, sehr schade), alte Zeitschriften, Klopapierrollen und vieles Mehr!

Heute klettere ich zwar nicht mehr in Papiertonnen, hoffentlich haben aber meine Kreativobjekte nichts von ihrer Wildheit verloren.Viel Spaß beim Lesen meines Blogs!